Zugspitze – by fear means – aus eigener Kraft - DAV Gangkofen

Rad - MTB

Zugspitze – by fear means – aus eigener Kraft

Freitag, 29.07.2016

Aufbruch zu neuen Abenteuern, 3 Tage Radln und anschließend noch auf die Zugspitze, den höchsten Gipfel Deutschlands! Um 9.00 Uhr starten wir in Vilsbiburg zu acht mit unseren vollgepackten Rädern.

Aufbruch in Vilsbiburg

Zunächst schlängeln wir uns durch die Stadt, dann geht es auf Radwegen und kleinen Nebensträßchen nach Landshut. Ab hier fahren wir dann am linken Ufer der Isar Richtung Moosburg. Beim großen Isarstausee

Stausee

der allen Zugvögeln von Nord nach Süd und umgekehrt als Stützpunkt dient wechseln wir ans rechte Isarufer und fahren von nun an auf Kieswegen direkt am Flußufer entlang. In Freising machen wir einen kleinen Abstecher in die Stadt und Mittagspause in einem Biergarten.

Biergarten Freising

Gestärkt geht es weiter, immer an der Isar entlang. Der Radweg ist eher wenig frequentiert, doch je näher wir der Landeshauptstadt kommen umso mehr Radfahrer und auch Spaziergänger sind unterwegs. Im Englischen Garten schließlich, denn wir durchqueren, „wuselt“ es dermaßen von Menschen dass wir aufpassen müssen uns in der Gruppe nicht aus den Augen zu verlieren.

Englischer Garten

Dann noch durch die Stadt, was aber auf Grund des guten Radwegenetzes stressfrei klappte. Nach 9 Stunden, davon ca. 6,5 Stunden Sattelzeit bei bedecktem Wetter aber angenehmen Radltemperaturen erreichen wir unser Quartier, das Kolping Ausbildungshotel St. Theresia. Abends gehen wir im gegenüberliegenden Biergarten essen, da hier auch eine Verabschiedungsfeier eines angehenden Pensionisten stattfindet kommen wir noch in den Genuss von Kuchen und eines Feuerwerks.

Samstag, 30.07.2016

Aufbruch um 8.30 Uhr, zuerst fahren wir zum Schloss Nymphenburg wo uns Marianne einiges Wissenswertes erzählt, unter anderem, dass hier König Ludwig II 1845 geboren wurde der ja später unter geheimnssvollen Umständen im Starnberger See ums Leben kam.

Schloss Nymphenburg

Dann weiter zum Bahnhof Pasing wo wir Sabine abholen. Zuerst führt uns unser Weg noch durch Wohngebiete Münchens

Die Richtung scheint zu stimmen

und dann entlang der Würm die aus dem Starnberger See, vormals Würmsee entspringt. Im Mühltal wo die Würm das vorgebirgliche Hügelland durchbricht gab es früher sehr viele Mühlen, eine davon ist die immer noch existierende Reismühle in der angeblich 800 n. Chr. Karl der Große geboren wurde. An der Villa Rustika, einer Ausgrabungsstätte aus der Römerzeit machen wir kurz Brotzeit, stärken uns mit König Ludwig Bier, passend zum Starnberger See und Resi erzählt uns einiges über Prinz Luitpold von Bayern.

Villa Rustika

König Ludwig Bier

Weiter führt uns unser Weg schließlich zum Starnberger See und an dessen Ostufer entlang zur Votivkapelle die wir leider wegen Renovierungsarbeiten nicht besichtigen konnten. Sie steht am Seeufer oberhalb der Stelle an der König Ludwig II am 13. Juni 1886 ertrank.

Gedenkkreuz König Ludwig II

Am Ende des Sees der nach der Würm-Eiszeit als Gletschersee entstand und ohne direkten Zufluss aus umliegenden Mooren gespeist wird, wendet sich unser Weg nach Osten zu den Osterseen. Im Fohnsee legen wir eine wohlverdiente Badepause ein, hatten wir doch heute strahlendblauen Himmel und heiße Temperaturen die aber wegen der meist schattigen Wege gut zu ertragen waren. Dann legen wir die letzten Kilometer nach Antdorf unserem heutigen Etappenziel zurück. Aus der Ferne können wir schon einen Blick auf den leider wolkenverhangenen Gipfel der Zugspitze werfen.

Sonntag, 31.07.2016

Letzte Radetappe! Entgegen der Wettervorhersage und unser aller Befürchtung regnet es morgens noch nicht. Trotz eines kurzen Schauers während des Frühstücks starten wir gegen 8.30 Uhr bei trockenem Wetter los. Heute radeln wir das Loisachtal entlang.

Loisach

Leider setzt nach etwa dreiviertel Stunden leichter Regen ein, so dass wir Kleidungsmäßig etwas aufrüsten müssen.

Regenoutfit

Nach etwa einer Stunde hört es jedoch wieder auf und als wir in Garmisch zu einer späten Mittagspause einkehren sind wir schon fast wieder trocken.

Gemütliche Mittagseinkehr

Die Zugspitze rückt näher

Gegen 14.45 Uhr nehmen wir die letzten 23 km in Angriff und gegen 15.00 Uhr setzt nochmals Regen ein, leider etwas heftiger als am Vormittag so dass wir bei unserer Ankunft in Ehrwald alle mehr oder weniger durchnässt sind. Hier stoßen noch Christoph und Robert zu unserer Gruppe so dass wir nun 11 Personen sind.

Montag, 01.08.2016

Zugspitze wir kommen! Nachdem es die ganze Nacht durch geregnet hat und der Wetterbericht für den Nachmittag eine neuerliche Regenfront angesagt hat brechen wir schon um 9.30 Uhr auf, früher als ursprünglich geplant. Steil führt unser Weg bergan, der Himmel ist noch immer wolkenverhangen.

Aufstieg zur Wiener-Neustädter-Hütte

Nach vier Stunden erreichen wir die Wiener-Neustädter-Hütte unser Quartier für heute Nacht. Hoffentlich nur für eine Nacht, denn sollte es morgen früh regnen müssten wir abklären ob wir noch für eine weitere Nacht bleiben könnten um einen Tag später bei trockenem Wetter zum Gipfel aufzubrechen.

Wiener-Neustädter-Hütte

Bei Regenwetter ist der Aufstieg über den Stopslzieher-Steig zu gefährlich . Sollte in der Hütte kein Platz für eine weitere Nächtigung sein oder das Wetter anhaltend schlecht bleiben müssten wir hier leider abbrechen! Zur Wiener-Neustädter-Hütte ist noch zu erwähnen dass deren derzeitiger Eingangsbereich sowie die Stube noch original von 1884 stammen.

Stube aus dem Jahre 1884

Das Abendessen ist sehr gut und reichlich und es gibt sowohl bei Beilagen als auch Fleisch Nachschlag.

Dienstag,02.08.2016

Zum Glück regnet es nicht! Nach einem reichlichen Frühstück brechen wir auf Richtung Stopslzieher. Hinter der Hütte queren wir ein Schneefeld, dann noch einen kurzen Schotterhang hinauf und dann beginnt der Steig. Rasch gewinnen wir an Höhe, kommen gut voran. Seilversicherte Passagen mit Eisenklammern wechseln mit unversicherten Gehpassagen, aber es ist alles gut zu bewältigen. Nur auf das lose Geröll muss man gut aufpassen damit man nicht nachfolgende Kletterer durch herabfallende Steine gefährdet.

Klettersteig

Klammernrinne

Auf dem Gipfel dann der Kulturschock, eine riesiege Betonplattform, das Münchner-Haus kaum auszumachen vor lauter Verbauungen und aktuell eine riesige Baustelle mit zwei großen Kränen. Außerdem Menschen ohne Ende die von drei Seiten aus mit Bergbahnen heraufgefahren werden. Um auf den eigentlichen Gipfel mit Gipfelkreuz zu gelangen müssen wir uns erst mal anstellen.

Zugspitzgipfel

Da plötzlich dicke, dunkle Wolken aufziehen halten wir uns nur kurz auf dem Gipfel auf, führt unser Weg Richtung Knorr-Kütte doch über einen sehr ausgesetzten Grat. An der Seilbahnstation stoßen wir noch kurz mit Rotwein an, Klaus und Stasi haben Weinflasche sowie Plastikbecher hochgeschleppt! und machen uns dann an den Abstieg. Da sich die Wolken wieder verziehen können wir am Zugspitzplateau noch eine kleine Pause einlegen bevor wir weiter zur Knorr-Hütte absteigen.

Rast auf dem Zugspitzplateau

Mittwoch,03.08.2016

Heute frühstücken wir schon um 6.30 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein aber noch kühlen Temperaturen brechen wir auf zum Abstieg nach Ehrwald. Zunächst geht es steil bergauf Richtung Gatterl über einen schmalen teilweise ausgesetzten Steig.

Blick zurück zum Zugspitzgipfel

Wegweiser zum Gatterl

Vor allem das erste Wegstück des Abstiegs vom Gatterl hat es noch mal in sich, schmal schmiegt sich der mit Drahtseilen versicherte Steig an den steilen Hang.

Überschreitung des Gatterl

Doch bald schon wandern wir au feiner breiten, nicht mehr so steilen Schotterstraße abwärts, die Sonne meint es heute wirklich gut mit uns und brennt von einem wolkenlosen Himmel auf uns herab. Rechts und links des Weges entdecken wir so manche uns bekannte Alpenblume in den Almwiesen, unter anderem auch das Schwarze Kohlröschen. Zum Abschluss erwarten uns noch ca. 2 km Teerstraße durch Ehrwald dann haben wir unser Quartier das Hotel Rustika wieder erreicht. Hier holen wir unsere Räder aus der Garage, packen so viel als möglich von unserem Gepäck in Roberts Auto und radeln zum Bahnhof. Wir haben Glück und unser Zug fährt durch bis München so dass wir mit einmal umsteigen nach Landshut fahren können.

Heimfahrt im Zug

Hier werden die Räder auf die Autos gepackt und alle Teilnehmer mach Hause chauffiert nachdem in Gangkofen noch das Gepäck bei Robert abgeholt wurde.

 

 

Bericht: Christiane

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