Biken beginnt da… - DAV Gangkofen

Rad - MTB

Biken beginnt da…

...wo der Kiesweg endet.

Unter diesem Motto stand der 1. MTB-Fahrtechniklehrgang für KID´s.

 

(Teilnehmer)

Nach dem obligatorischen Bikecheck hieß es beim FÜL erstmal gewaltig Luft ablassen, aber nicht an den Teilnehmern, sondern an deren Bikes! Mit 4 -5 bar kann man vielleicht Ostern entsprechend über Trails hoppeln aber nicht surfen, ca. 2 bar reichen dazu völlig.

Das Grübeln über wie, was, wie lang und womit hatte der FÜL schon Tage vorher eingestellt. Die Grundtechniken Bremsen, Steuern, Beschleunigen und Belasten wurden noch einigermaßen strukturiert abgearbeitet, der restliche Tagesablauf verlief dann weitgehend nach den Vorlieben der Jugendlichen. Sowohl die 6 KID´s als auch die drei erwachsenen Begleiter/ Betreuer waren mit Feuereifer bei der Sache.

Dass Biken einen sehr komplexen Ablauf von Bewegungen darstellt, war allen bei Beweglichkeitsspielen mit ihrem Sportgerät schnell bewusst.

(Steuern, Linien, Bewegungsspielraum)

Dass man beim Bremsen viel mehr falsch machen kann als man glaubt wurde ebenso schnell erkannt wie erstaunlich schnell richtig umgesetzt. Die meisten Unfälle passieren nicht durch zu wenig Bremsen, sondern durch falsches bzw. zu viel Bremsen.
Vor allem die Vorderbremse richtig einzusetzen ist der Schlüssel zum Erfolg

(Notbremse bei einem plötzlich auftauchenden Hindernis)

Nach drei intensiven Stunden rollte man zunächst „sinnlos“ durch die Gegend um zu zeigen, dass kein aufwändiges Trainingsgelände zum Üben notwendig ist, sondern genügend Möglichkeiten am (Schul-)Weg liegen (Wasserrinnen, Gehsteigkanten, Böschungen, Kanaldeckel, Einzeiler, kleine Gartentreppen, gemusterte Garageneinfahrten usw.). Dann hieß es ab ins Gelände. Verschiedene „Bikeparks“ der Gegend und viele Kilometer Wurzeltrails bereiteten allen Teilnehmern einen riesen Spaß. Nach gut 15 km gab´s dann die verdiente Pause im Biergarten beim Maierwirt in Frauensattling. Anschließend konnten sich alle beim naheliegenden „Bikepark“ nochmal so richtig austoben.

(Topfitte Mädels, Bikepark, uphill)

Die KID´s waren nicht kaputt zu kriegen. Ein letzter Sprung über einen Kicker

(Kicker)

und auch nach 7 ½ intensiven Stunden war keine Müdigkeit zu spüren:

(sehen so „geschaffte“ KID´s aus?)

Sie wollten nochmal in den Binabiburger Bikerpark – aber da waren die Erwachsenen schon zu kaputt.

Keine Stürze, Blessuren, Schrammen oder technische Defekte, lediglich Hugo H. zog sich eine „schwere“ Verletzung am Oberschenkel zu ;-)

Zum Schluss gab´s -trotz Ferien- für die Kid´s noch Hausaufgaben, die mit Note 1 gelöst wurden.

Anika, Franzi, Michi, Pablo sowie 2 x Tobi:

„Bremsen:

  • Nur hintere Bremse = längerer Bremsweg
  • Vordere Bremse = kürzerer Bremsweg
  • Ein echter Biker bremst mit beiden Bremsen, und zwar so, dass man möglichst keine Bremsspur hinterlässt
  • Vor Hindernissen so verzögern, dass man noch etwas Zeit hat zu entscheiden, wie ich das Hindernis anfahre

Steuern:

  • die Blickrichtung geht dahin wo man hinfährt
  • eine gleiche Ebene der Schulter und Arme mit dem Lenker
  • der richtige Gang

Belasten:

  • Beim Bergauffahren nach vorne gehen
  • Beim Bergabfahren nach hinten gehen
  • An Wurzeln, Stufen, Kanten die Räder entlasten

Beschleunigen:

  • Beim Schalten ein kurzen Tritt aufs Pedal ausüben
  • Lieber kleine Gänge und dafür schneller treten
  • Beim schnellen Beschleunigen aufstehen

Euer Fazit (anonym): Es war eine schöner Tag, eine tolle Tour, bei der wir viel gelernt haben und wir hatten dabei viel Spaß./ Wir sind nun sicherer unterwegs, möchten gerne wieder so eine Tour mit Bikeparks, einen Aufbaukurs mit Techniktraining und nicht soviel bergauffahren ;-).“

Mein Fazit: Danke euch und den Betreuern, ihr ward alle super Teilnehmer, topfit, und es hat mir einen riesen Spaß bereitet mit euch unterwegs gewesen zu sein. Grandios wie schnell ihr das Gelernte umgesetzt habt, selbst steile Abfahrten wurden mit beiden Bremsen souverän bewältigt -und- vielleicht hab ich selbst mehr gelernt als ihr glaubt.

P.S.: Danke an die DJK Binabiburg für die Bereitstellung des Übungsgeländes.

Frage: Für was braucht man eigentlich ein Smartphone???

 

 

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