Bibelwanderung 2018 zur Heissenplatte (1592m) - DAV Gangkofen

Wandern

Bibelwanderung 2018 zur Heissenplatte (1592m)

Ziel unserer heurigen Bibelwanderung war die Heissenplatte im Spitzinggebiet, Ausgangspunkt der Bahnhof Fischbachau. 21 Mitglieder der Sektionen TAK-München Gangkofen und Rosenheim machten sich am Pfingstmontag auf den Weg ins Spitzinggebiet.

Großteils mit dem Zug von  Dingolfing über Landshut und München nach Fischbachau, einige auch mit dem Auto. Hatten wir bis München noch ein Abteil für uns alleine, waren wir im BOB (Bayerische-Oberland-Bahn) doch ziemlich beengt unterwegs. Aber je mehr Passagiere im Zug umso ressourcenschonender ist die Anfahrt, außerdem kommt man so schnell mit anderen Wanderern ins Gespräch, so dass die Fahrzeit wie im Fluge vergeht.

Nach gut 10 Minuten auf geteertem Fußweg kamen wir an eine kleine Kapelle die im Jahre 1987 anlässlich einer Erscheinung errichtet wurde. Wie auf einem an der Außenwand angebrachten Schild zu lesen war, erbat Gott bei dieser Erscheinung den Bau der Kapelle. Hier hielten wir zum ersten Mal inne für eine meditative Lesung. Monika L. hatte Texte zum Propheten Jona ausgewählt die Stasi vortrug. Im Anschluß sangen wir noch das Lied „Voll Vertrauen gehe ich“ und erhielten den Auftrag unterwegs einen schönen Stein aufzusammeln und einzustecken.Weiter führte unser Weg zuerst auf einer breiten, schotterigen Forststraße und dann auf einem steilen Steig durch schattigen Buchenwald.

bei einer kurzen Meditation

Die zweite Lesung umrahmten wir mit dem Lied „Laudate omnes Gentes“ und sollten dann unseren Stein beschriften, und zwar mit einer Aufgabe, einem Gedanken bzw. einem Vorhaben das uns sehr beschäftigt oder das wir vor uns herschieben. Dem wir quasi aus dem Weg gehen wollen, so wie Jona dem Auftrag Gottes aus dem Weg ging, nach Ninive zu reisen.Noch ein gutes Stück führte unser Weg bergan bis wir eine Scharte erreichten, von der aus wir etwa 190 Höhenmeter abstiegen um auf einem Wiesenhang nach der dritten Lessung eine längere Rast einzulegen.

bei der Mittagsrast

Wer wollte konnte von hier aus noch zum Gipfel der Heissenplatte aufsteigen. Da es uns aber beim Aufstieg zur Scharte bereits einmal abgeregnet hatte und weiterhin graue Wolken über uns hingen, entschlossen sich die meisten für den Abstieg nach Geitau. Die vierte Lesung kurz vor der Ankunft im Tal schloss ab mit der Geschichte „Spuren im Sand“ von Margaret Fishback Powers, die jeder der Teilnehmer abgedruckt mit nach Hause nehmen konnte.

ein Teil der Gruppe beim Abschluß

Während wir bei unserer Einkehr im Tal auf die drei Gipfelstürmer warteten regnete es noch einmal kräftig, jedoch als wir uns auf den Weg zum Bahnhof machten lachte schon wieder die Sonne vom Himmel. Nach einer schönen und besinnlichen Bergwanderung machten wir uns mit dem Zug wieder auf den Heimweg und ich denke jeder konnte sich gute Impulse aus den vorgetragenen Texten mit nach Hause nehmen.

Dank an Klaus fürs Organisieren von Wanderung und Zuganreise, an Monika fürs Texte Aussuchen und an Stasi fürs Vortragen und Singen mit uns.

 

Spuren im Sand

Von Margaret Fishback Powers

Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn: Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?

Da antwortete er: Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.

 

Bericht: Christiane

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