Spätsommerwochenende im Karwendel - DAV Gangkofen

Wandern

Spätsommerwochenende im Karwendel

Dem Unwetter entkommen

Letztes Jahr war diese Tour dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen, aber heuer war erst für die Nacht zum Montag ein Wettersturz prognostiziert.

Tourenführer Bernd Aigner musste aber schon am Samstag Nachmittag ein heftiges Wärmegewitter befürchten, so dass er die Abfahrt bei stockdunkler Nacht um 5 Uhr ansetzte, auch auf lange Pausen mussten wir nach strammem Marsch unterwegs verzichten: Und tatsächlich brach ein heftiges Gewitter über uns herein mit Regenschauer und Hagel, als wir gerade 10 Minuten unter das Dach der Bettelwurfhütte (2077m) geschlüpft waren.

(oben und unten: Hüttenaufstieg)

Von Absam bei Innsbruck hatte uns ein Taxi bis in 1040 m gebracht, dann waren wir zügig über Schuttreissen und durch steile Latschenhänge meist in praller Sonne zur Mittagspause auf der genial gelegenen Hütte aufgestiegen. Über teils heikles Schrofengelände hatten wir dann den Grossen Bettelwurf (2726m) nach insgesamt 1600 Meter Aufstieg und schließlich wieder die gleichnamige Hütte erreicht.

 

(Aufstieg zum Großen Bettelwurf)

(Gipfel Bettelwurf)

Die Wirtsleute sorgten für unsere Erholung und fanden trotz eines unerwarteten Gästeansturm auch Zeit zum Plaudern mit uns. Nach dem Gewitter bot sich dann in der Nacht wieder ein traumhafter Talblick.

Auch am Sonntag war für den frühen Nachmittag ein Gewitter versprochen. Also ging es wieder flott in knapp 2 Stunden fast höhengleich zum Lafatscher Joch und schließlich auf einem teils ausgesetzten, aber prächtig hellrot markierten Pfad auf einen Vorgipfel der Speckkarspitze (2621m)

(zur Speckkarspitze)

(oben und unten: Westgrat Speckkarspitze)

Nach mehreren Kletterstellen zeigte sich, dass die frischen Farbklekse die Hände beim Greifen blutig rot färbten und natürlich auch unsere modische Out – door – Klamotten verzierten…

Um dem Wetterumschwung ein zweites Mal ein Schnippchen zu schlagen, verzichteten wir nach der Schlüsselstelle auf den Gipfelsieg und erreichten nach fast 5 stündigem Abstieg wieder trocken den Parkplatz – zufrieden mit unserer Leistung (2150 Hm Aufstieg in 2 Tagen) und dankbar für die umsichtige Führung.

(Alle satt und zufrieden - vor der Bettelwurfhütte mit Wirtin)

 

Führung:         Bernd Aigner

Teilnehmer:    Monika, Christian, Franz Josef, Roland und Klaus

Bericht: Dr. med. Klaus P. Landendinger

 

 

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